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Jener Trieb, welcher in den höchsten und gemeinsten Menschen gleichmässig waltet, der Trieb der Arterhaltung, bricht von Zeit zu Zeit als Vernunft und Leidenschaft des Geistes hervor; er hat dann ein glänzendes Gefolge von Gründen um sich und will mit aller Gewalt vergessen machen, dass er im Grunde Trieb, Instinct, Thorheit, Grundlosigkeit ist. (Friedrich Nietzsche)



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Narben

(Frank Ohmann)

Rubrik: Von Freunden

Ich streichle zärtlich meine Narben,
Sind für meine Räder Naben,
Fahr auf ihnen in die Welt.

Erzählen vergangene Geschichten,
Von Schmerz mit viel Gesichtern,
Durchgestanden, durchgequält.

Von enttäuschter Liebe,
Lebens ausgeteilte Hiebe,
Verzweiflung auch und Bitterkeit.

Wut und Trauer tief verborgen,
Gab es gestern für mich kein morgen,
Keine Richtung, keine Hoffnung.

Gestorben bin ich aber doch nicht,
Geholfen hat das kleine Licht,
Dessen Funke damals gezündet.

Ging viel herauf und auch herunter
Licht scheint immer bunter,
Kräftiger und nährender.

Heute kann ich gar nicht fassen,
Was mich so hat wachsen lassen,
War sicher nicht mein Wille.

Auch starke Bäume zeigen Narben,
Mussten in ihrer Jugend darben,
Zeigen sie mit Stolz.


In Erinnerung an Frank Ohmann (1966-2004), lieber Kollege und Freund