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Alle Ungeistigkeit, alle Gemeinheit beruht auf dem Unvermögen, einem Reize Widerstand zu leisten - man muss reagieren, man folgt jedem Impulse. In vielen Fällen ist ein solches Müssen bereits Krankhaftigkeit, Niedergang, Symptom der Erschöpfung, - fast alles, was die unphilosophische Rohheit mit dem Namen »Laster« bezeichnet, ist bloß jenes physiologische Unvermögen, nicht zu reagieren. (Friedrich Nietzsche)



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Arbeitslos

(unbekannt)

Rubrik: Anekdoten

arbeitslos.jpgSein Rücken schmerzt, als hätte er den ganzen Tag Kohlensäcke geschleppt, Schweiß steht ihm auf der Stirn, er fühlt sich total gestresst. Er geht zu schnell, er tut alles zu schnell, er zwingt sich zu einer langsameren Schrittfolge, dann steht er am Automaten, zieht gleich zwei Päckchen Marlboro, damit er am nächsten Mittag nicht schon wieder los muss.

Früher wäre er noch auf ein Bier in Huberts Eckkneipe gegangen, das läßt er jetzt auch weg; die Gespräche, die Fragerei, alles geht ihm auf die Nerven. Außerdem muss er noch ein paar Formulare ausfüllen, die morgen früh zur Post müssen. Terminsachen.

Dann muss er noch Kurt anrufen wegen des Kredits, dann Hildegard, um sie zu bitten, die Verabredung zum Mittagessen zu verschieben wegen des Arzttermins. Sowieso ein Stresstag heute. Morgen wird es noch schlimmer, er hat das Auto inseriert. Zig Anrufe werden kommen – bei dem günstigen Preis.

Er wischt sich die Stirn. Formulare, Telefonate, Termine, Behördenkram, er kennt keinen Feierabend, seit er arbeitslos ist.