Man sollte sich vor Augen halten, dass der Mensch verschiedenartige Bewusstseinsströme hervorbringen kann, je nach Konstitution, Zeitepoche und Umwelt. Ich kann nur davon abraten, den eigenen als allgemein gültigen hochzuhalten. Der Wert eines Bewusstseinstroms misst sich auch nicht danach, wieviel Wahrheiten er für sich beansprucht und beanspruchen kann, oder wie konsistent er gegenüber anderen erlebt wird, sondern wie nützlich er für das Miteinander aller Menschen und für die Umwelt ist. In dieser Hinsicht bin ich Pragmatist und fetischisiere kein wissenschaftliches Pathos, dogmatisiere und verachte per se kein religiöses Empfinden, bewerte Menschen nicht nach dem Ausmaß ihrer Intelligenz, sondern danach, in welchen Dienst sie sie stellen.
(Norbert Schultheis)
Eine mittelalterliche Stadt ist von einer Stadtmauer umgeben und kann nur durch ein Stadttor betreten werden, das aber ständig bewacht wird. Um Einlass in die Stadt gewährt zu bekommen, muss man auf die Aufforderung eines Wachmanns in Form einer zugerufenen Zahl eine zweite Zahl nennen, die zu seiner in irgendeiner Form passt.
Eines Tages will ein Tagedieb in die Stadt, kennt die Parole aber nicht und legt sich auf die Lauer. Ein Bürger will die Stadt betreten, und der Wächter ruft ihm die Zahl 28 zu. Der Bürger antwortet nach ein paar Sekunden mit „14“ und darf eintreten. Anschließend kommt ein zweiter Bürger, der auf die Zahl 8 blitzschnell mit „4“ antwortet. Ein dritter Bürger erhält Einlass, nachdem er dem Aufruf des Wachmanns „16“ mit einer „8“ erwidert hat.
Der Taugenichts glaubt nun, das System durchschaut zu haben und will die Stadt betreten. Der Wachmann ruft ihm eine „10“ zu, und er antwortet zielsicher mit einer „5“. Daraufhin wird er aber festgenommen und in den Kerker geschmissen.
Welche Zahl hätte der Tagedieb dem Wachmann nennen müssen, um Einlass in die Stadt gewährt zu bekommen?
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